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S9 - Oldau

 

NLÖ  1990 : Wehr in Oldau mit parallel verlaufendem Schleusenkanal,
hoher Absturz, langer Rückstau, ein Teil des Wassers wird zur Stromerzeugung genutzt.

 
 



Persönliche Anmerkung August 2016:

Die Wandersituation hat sich ein wenig verbessert denn eine der großen Francisturbinen (Schacht 2) ist ausgebaut worden (siehe auch weiter unten im Text). Abwandernde Fische, die diesen Weg nehmen und nicht durch die 2 verbliebenen sehr schädlichen Francis-Turbinen schwimmen, sollten relativ schadlos ins Unterwasser kommen. Sehr schwimmstarke Fische, wie Lachs und Meerforelle, könnten unter Umständen sogar den Weg flussaufwärts schaffen. 

           

Bild oben der marode Fischpass die Rinne links soll Steigaalen          Eine Detailaufnahme des Durchstieges
helfen allerdings fehlt ein Bürstensubstrat

Aktuell werden hier durch das WSA an dem sehr maroden Fischpass einige Optimierungen vorgenommen. So soll in der reinen Beton-Aalrinne ein Substrat raues Substrat eingebracht werden. Der Stift auf dem Bild rechts oben deutet an, dass auch auf dem glatten Betonboden im Fischpass Rauigkeiten eingebaut werden sollen. Knackpunkt ist aber wahrscheinlich die ungenügende Auffindbarkeit am Einstieg des Fischpasses - sowohl für die Aalwanderung als auch für die den Fischpass. Außerdem gibt es bei dem Einstieg keinen Bodenanschluss. Es bleibt sehr zu hoffen, dass an dieser Stelle am besten zwei moderne Fischwandereinrichtungen, nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse, gebaut werden. Einer dieser Fischpässe sollte für schwimmschwächere Fische ausgerichtet sein und einer für schwimmstarke Arten.   Denn leider gibt es keine einzige Lösung die allen verschiedenen Ansprüchen der Wasserlebewesen gerecht wird.     

Funktionskontrolle (Information von Jürgen Wagner) : In den Jahren 1953 bis 1959 (außer 1956) wurden Fangreusen exponiert deren Ergebnisse aus verschiedenen Gründen zweifelhaft sind. In ihrer Untersuchung zur Eignung des Fischaufstieges von 1995 sagen BRUNKEN und MEYER (Bericht liegt bei Interesse vor)
dass diese Fischpässe nur eingeschränkt funktionsfähig sind. Darüber hinaus sind sie teilweise defekt.    
Wanderung  flussabwärts:  Zur Zeit der beiden Besuche nicht  möglich und wahrscheinlich zu keiner Zeit möglich denn
beim 1. Besuch war sehr hohes Wasser beim 2. Besuch absolutes Niedrigwasser!

Planungen: An dieser Stelle wären Funktionskontrollen für Fischauf- und Abstieg von sehr hoher Priorität für alle flussaufwärts gelegenen Wanderfischprojekte
Anliegerverein:

 

 

 

 

Bei der Besichtigung im Februar 2015 ist die mittlere Turbine ausgebaut (erkennbar an der weißen Gischt) - ein Fischweg für schwimmstarke Fische ?

Anliegerverein: Fischereiverein Celle
Auf dem Bild links die ausgebaute Francisturbine die als besonders schädlich für Fische gilt . 2 weitere Turbinen dieser Bauart sind noch aktiv.

 

   

 

Alte Anmerkungen :

Persönliche Anmerkung 22.2.2007:
Der Fischpass bekommt keine Wasserzuführung und liegt trocken. Der gesamte Abfluss geht durch das Kraftwerk.
Am 28.09.03 wurde im Auslauf des Fischpasses eine Höhendifferenz von 40-50 cm festgestellt Es ist anzunehmen, das ein Fischaufstieg nicht möglich war. Eine Funktionskontrolle ist dringend erforderlich. (Anmerkung D. Prehn)

06.04.2002: Zur Zeit des Besuches fließt das gesamte Wasser durch das Kraftwerk. Keine Abwärtswanderung ohne Verletzungsgefahr für beispielsweise junge Lachse (Smolts) durch Rechenkontakt. Unter Beachtung der technischen Daten des hiesigen Kraftwerkes ist von einer Schädigung von mindestens 12 % bei Lachssmolts auszugehen.
Wanderhilfen : einreihiger Beckenfischpass, Kästen 2,6 x 1,80 m, sehr großer Höhenunterschied ca. 5-6 m. Laut Brunken & Meyer  (Braunschweiger Schriftenreihe Oktober 1997) nur eingeschränkt funktionsfähig und seit der Errichtung 1910 keine Lachse oberhalb festgestellt.